Der Kampf um den Sandabbau


Geht der Krieg um Sand in der Bretagne in eine nächste Runde? Das vermuten jedenfalls die Bürgerinitiativen, die sich seit 15 Jahren gegen den Abbau von riesigen Mengen Muschelsandes in der Bucht von Lannion wehren. Vor etwas weniger als einem Jahr gab zwar Präsident Macron das Ende des Sandgewinnungsprojekts bekannt. Nun stiftet eine Anhörung vor dem Verwaltungsgericht neue Unruhe und Verwirrung. Dabei haben die Gegner fast beiläufig erfahren, dass das für den Abbau verantwortliche Unternehmen CAN im Jahre 2018 gegen das vorübergehende Einfrieren der Extraktion Berufung eingelegt hat. Sollte der Berufung stattgegeben werden, könnten die Schwimmbagger also wieder anrücken. Dies zeigt, dass die Gruppe Roullier zwischen den Worten und Versprechen und ihren juristischen Schritten zur Durchsetzung dieser Konzession ihre industriellen Ziele nicht wirklich begraben hat,so die Bürgerinitiativen. Die Gewinnung von Sand kann morgen nach der Unterschrift des Präfekten wieder aufgenommen werden. Es ist Unsinn, die Roullier-Gruppe zu bitten, Vorschläge zu unterbreiten, die für Umweltgruppen akzeptabel sind, um die Dünen weiter zu zerstören. Es gibt nichts zu verhandeln. Wir lehnen jede Gewinnung von Sand in der Bucht von Lannion ab und fordern die Roullier-Gruppe auf, ihr verhängnisvolles Projekt endgültig aufzugeben.

Ein ganzes Kapitel haben wir in unserem Buch Küstenwandern in der Bretagne – Entdeckertouren auf dem Zöllnerpfad dem brisanten Thema Sandabbau in der Bretagne und weltweit gewidmet.



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