Große Klappe, viel dahinter – Die bretonischen Muschelbauern sind zufrieden


Muschelfelder in der Bretagne - Unterwegs auf dem Zöllnerpfad

Die Produzenten der Bouchot-Muscheln in der Bretagne sind guter Dinge. In der Bucht von Saint-Brieuc sind die Primeurs, die seit dem 15. Juni auf dem Markt sind, von besonderer Qualität. Das ist ein hoffnungsvolles Zeichen, sagt Anhony Juin vom Zusammenschluss der Produzenten vor Ort. Die Muscheln sind fest und fleischig, Viel besser als in den vergangenen drei Jahren. Schon 130 Stück ergeben ein Kilogramm. Wir haben eine sehr gute Saison.

In der Bretagne wird der Großteil der Muscheln zwischen zwölf und 18 Monaten auf bouchots, auf langgezogenen Phalreihen im planktonsatten Wattenmeer gezüchtet. Die winzigen Muschelarven stammen jedoch aus dem Atlantik im Süden. Hier docken sie an langen Leinen in der Gezeitenzone an, fahren dann auf LKWs nach Norden und wachsen für ihr Wachstum bis zur Ernte in den Muschelbänken der Bretagne heran.

120 000 Tonnen Muscheln verzehren die Bretonen und Franzosen jährlich, und 60 000 Tonnen davon produzieren sie selbst. Die Differenz wird aus Irland, Spanien, Italien und Holland importiert.



Muschelernte m bretonischen Watt

Mehr zur Muschelproduktion der Bretagne in: Küstenwandern in der Bretagne – Entdeckertouren auf dem Zöllnerpfad. Unser WisssensWanderbuch ist im Januar 2019 im Schweizer Rotpunktverlag erschienen.

1 Ansicht