Monsterwellen und Zyklopenblöcke


Den Monsterwellen trotzen

Nördlich der Insel Molène in der Westbretagne liegt die kleine Insel Bannec, die den mächtigen Wellen des Atlantiks auf besondere Weise ausgesetzt ist. Seit den Stürmen von 1989 nehmen hier die Geographen Bernard Fichaut, Serge Suanez und Ronan Autret regelmäßig die Gewalten des Ozeans ins Visier. Mit Kameras und GPS-Messgeräten haben sie die Wanderung von Felsblöcken dokumentiert, die Gezeiten und Stürme in Bewegung setzen konnten. Und sind dabei auf „Zyklopeanische Blöcke" gestoßen, die wie von Riesenhand von einem zum anderen Ende der Insel bewegt wurden. 30 und 40 Tonnen schwere Granitblöcke wurden mehrere Meter hoch in die Luft geschleudert und landeten an einem anderen Platz der Insel. Von Wellen bewegt, die bisher nur mit Tsunamis in Verbindung gebracht wurden. Brecher von bis zu 23 Meter Höhe sind nördlich von Ouessant keine Seltenheit. Hier tut sich eine der mächtigsten Meeresströmungen der Welt, die Fromveur, mit dem Wind und den Gezeiten

Wellenberge von über 20 Meter Höhe – keine Seltenheit

zusammen und lässt dann auf Bannec keinen Stein mehr auf dem anderen. Die Wissenschaftler wollten diese gewaltigen Naturphänomene mit einer Kamera dokumentieren und installierten sie auf dem höchsten Punkt der Insel. "Wir sahen die Wasserberge kommen, dann nichts mehr. Die Kamera wurde abgerissen. Sie hielt keine Stunde“, berichten sie.

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