Teure Algenplage


Algenplage in der Bretagne

Jedes Jahr aufs Neue – insbesondere in den wärmeren Sommermonaten –vermehren sich die Grünalgen an den bretonischen Stränden in atemberaubender Geschwindigkeit. Damit aus den faulenden und stinkenden Algenteppichen keine gesundheitlichen Risiken werden und auch die Touristen nicht fern bleiben, müssen die Anliegergemeinden für hundert Tausende Euro jährlich die Algen entsorgen. So auch die Gemeinde Saint-Brieuc, die die gesammelten Grünalgen in der Bio-Aufbereitungsanlage von Launay-Lantic behandelt. 9.396 Tonnen waren es allein im Jahr 2017. Vor Ort werden die Algen in speziell belüfteten Behältern entsorgt. Dort verbringen sie zwei Wochen und haben Zeit zum Trocknen. Danach bleiben nur noch sandige Rückstände. Die in den Jahren 2009-2010 modernisierte biologische Verwertungseinheit kann eine maximale Kapazität von 20.000 Tonnen Grünalgen verarbeiten. Da ist ja noch ein wenig Luft nach oben und so können sich die Landwirte mit der Reduzierung ihrer Düngemengen noch etwas Zeit lassen.



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