Von wegen nachhaltig – Fisch in bretonischen Supermärkten



Fast alle Fische auf den Verkaufsständen der großen bretonischen Supermärkte stammen nicht aus nachhaltiger Fischerei. Dazu gehören auch Kabeljau, Seezunge und Seebarsch, die durch Überfischung bedroht sind. Laut der Umfrage der Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir im November 2018 sind 86 Prozent der in Supermärkten verkauften Fische nicht mit nachhaltigen Methoden oder in überbewirtschafteten Beständen gefischt. Der Verbraucherverband: 88 Prozent der europäischen Fischbestände sind derzeit überfischt oder ihre Wiederaufbaubarkeit ist gefährdet. Dadurch besteht die Gefahr des Zusammenbruchs von Beständen für besonders gefährdete Arten wie Seebarsch.

In zwei Dritteln der in den Auslagen der Supermärkte anzutreffenden Fische fehlen außerdem die obligatorischen Informationen. Oder sie sind mit der Bezeichnung Atlantik oder Mittelmeerraum so vage, dass sich ihre Fanggebiete nicht identifizieren lassen.

Mit mehr als drei von vier schlecht gekennzeichneten Fischen gewinnt Intermarché den ersten Preis, gefolgt von SuperU und Leclerc, auf die 76% bzw. 67% der nicht konformen Kennzeichnung entfallen. Informationen zu den Fangmethoden fehlen für jeden vierten Fisch.

In Anbetracht der Ergebnisse dieser Umfrage fordert die UFC-Que Choisir, die europäischen Fischereiminister sollten künftige Quoten strikt an den Empfehlungen der Experten des Internationalen Rates für Meeresforschung ausrichten.

Laut einer Studie des Forschungsinstituts von France Agrimer vom September 2018 kaufen Franzosen drei Viertel ihres frischen Fisches und andere Meeresfrüchte in Supermärkten.

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